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Rotes Meer

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Reisebericht Tauchsafari
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Reisebericht Mangrove Bay vom 01.01. bis 08.01.2009

Dick in unsere Mäntelein gemummt, mit einem Glas Sekt in der Hand, stehen wir im Garten von Freunden. Ab und zu kommt ein ahhh und ohhh über unsere Lippen, gespannt ist unser Blick gegen den Sternenhimmel gerichtet. Vor wenigen Minuten haben wir auf das Neue Jahr angestoßen. Und nun genießen wir mit einem Feuerwerk, das rund herum gezündet wird, die ersten Minuten des Neuen Jahres. Das Jahr 2009 fängt ja schon gut an, heute ist der Schlaf etwas kurz gewesen. Denn nachdem der letzte Böller verschossen war, hatten wir gerade noch vier Stunden, bis der Wecker uns für unsere erste Reise im Jahr 2009 weckte. Pünktlich um sechs Uhr stehen Linda und ich am Check-In-Schalter am Münchner Flughafen. Wo soll es hingehen? Kommt die Frage von der Dame am Schalter. Unser Zielflughafen ist Hurghada und weiter mit dem Bus geht es etwa 180 Kilometer südlicher ins Mangrove Bay, das zwischen El Qusier und Mars Alam auf halber Strecke liegt.

Das Mangrove Bay, so scheint es, liegt weit ab jeder Ortschaft im Niemandsland. In einem Wadi gelegen bietet das Hotel beste Voraussetzungen für Familien und Taucher, die nicht unbedingt mit dem Boot die vorgelagerten Riffe betauchen wollen. Der zweigeteilte, teils feine Sandstrand lädt förmlich zum Sandburg bauen ein. Verstreut wachsen kleine Mangrovenwäldchen in der weitläufigen Bucht. Etwas stolz ist man schon, denn bieten die mannshohen Gewächse Unterschlupf für manche seltene Vogelart, deshalb werden die Flächen auch mit Seilen begrenzt.

Erst in den letzten Jahren haben die Bautätigkeiten um das Resort begonnen, bis dahin stand das Mittelklassehotel mitten in der Wüste. Doch keine Angst, die angrenzenden Hotelanlagen sind noch weit entfernt. Für Leute die keinen Trubel, ohne All-Inklusive auskommen, dafür aber eine gute Tauchplätze und eine sehr gut organisierte Tauchbasis suchen, sind hier hervorragend aufgehoben.

Das Hotel bietet Halbpension, das reichliche Frühstück und abwechslungsreiche Abendessen wird am Buffet angeboten. Quirlige Kellner achten, dass die Kaffeetassen nie leer werden. Am Abendbuffet wählt man zwischen Fisch, Rind und Hühnchen, alles ist jeden Tag verschiedenartig angerichtet. Dazu gibt es unterschiedliche Beilagen und ein Salatbuffet. Zum Abrunden des schmackhaften Essens sind allerlei süße Speisen angerichtet.

Die Tauchbasis wird seit vielen Jahren von Hassan Essam geführt. Der sympathische Ägypter war einer der ersten einheimischen Tauchlehrer, und das vor gut 25 Jahren. Essam hat eine deutsche Ehefrau und versuchte für ein Jahr, seine Zelte in Freiburg aufzuschlagen, doch das Heimweh an die Küsten des Roten Meeres war stärker, und es zog ihn wieder zurück nach Ägypten. Somit führt er mit seinem Kompagnon Robert Furtner das Mangrove Bay nun schon im dreizehnten Jahr. Diese lange Zeit zahlt sich aus, denn Essam kennt alle Riffe in der näheren Umgebung und gibt gerne Auskunft, wann und wo die beste Zeit ist zu tauchen.

Sicher ein Highlight ist das Hausriff in der ausladenden Bucht der Mangrove Bay. Das Hausriff ist über den etwa 200 Meter langen Steg bequem erreichbar. Das lästige Ausrüstung schleppen über nimmt das Eseltaxi. Geduldig nimmt Rambo, der Basenesel, das beschwerliche Tragen der Ausrüstung bis zum Steg ab. Dafür bekommt Rambo von Mahmud, dem Eseltaxifahrer, täglich seine Streicheleinheiten und einen voll gedeckten Fressnapf. Während der Einweisung zu den Abläufen der Tauchbasis wunderten wir uns über die mit Wasser gefüllten Blechpfannen. Wir fragten nach, ob diese Wasserschüsseln für Rambo aufgestellt sind? Nein, die Schüsseln dienen den Tauchern, um die Füße vom Sand zu säubern, und dann trinkt auch Rambo daraus. Bequemer geht es nicht.

Über eine breite Edelstahltreppe geht es direkt in das steilabfallende Riff. Oder man lässt sich vom Jetty mit dem Hartschalenboot nach Norden oder in den Süden des Saumriffes bringen. Der Kapitän holt einen exakt nach der vereinbarten Zeit wieder ab oder man lässt sich so absetzen, dass die Strecke bis zum Ausstieg für eine Flaschenfüllung ausreicht. Dieser Service ist kostenfrei und sollte genutzt werden, es lohnt sich allemal. Bieten doch die Außenseiten der Bucht einmalige Korallengärten und bei etwas Glück schauen Adlerrochen, Delphine oder Mantas vorbei.

Viel zu schnell vergeht mal wieder die Zeit, nach einer Woche Tauchen am Roten Meer bei 26 Grad Wassertemperaturen und bis zu 28 Grad Wassertemperaturen stehen wir dick eingemummt am Bahnhof in München. Bei dem Kälteeinbruch von minus 15 Grad sind das über 40 Grad Temperaturunterschied, die es zu verkraften gibt. Und wir staunen mit ahhh und ohhh beim Betrachten der mitgebrachten Fotos am PC.