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Helidiving

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Helidiving 2010

Bei einem Begrüßungssekt erfahren wir über die Geschichte des Schloss Tannegg, dass wir immerhin in den Gemäuern, deren Ursprung aus den Jahren um 900 haben, schlafen werden. Das Ehepaar Schrempf hat in 25 Jahren die Schlossruine wieder zu neuem Leben verholfen.

Nach dem Abendessen wurde dann auch das lang gehütete Geheimnis gelüftet, zu welchem See wir per Helikopter geflogen werden. Wie auch im letzten Jahr ist aber die Wetterlage etwas dürftig. Stündlich wurden dann die Wetterprognosen eingeholt.

Am Samstag war es dann soweit. Pünktlich starten wir, bei blauem Himmel, vom Hotel, und als wir den Startplatz für den Heli erreichen, warten schon Forstarbeiter auf uns. Als dann ein roter Hubschrauber zum Landen ansetzt, wird uns erst klar, dss es keine Forstarbeiter sind, sondern Almbesitzer, die Material zu entlegenen Hütten per Hubschrauber transportieren lassen. Und dass der gerade landende Hubschrauber nicht unser Shuttle ist. Unser Hubschrauber kann wegen dem geringen Platz nicht landen. Das Verladen der Bretter, Bleche und Proviant verschiebt unseren Zeitplan um fast 2 Stunden, und mittlerweile ziehen auch dicke Wolken auf. Also heißt es wieder Bangen. Doch unser Pilot hat 6 Jahre Alaska Erfahrung, und das bisschen Wolken können ihn nicht erschrecken.

Mit der Verzögerung geht es dann endlich um 12 Uhr los. Wir werden am Grafenbergsee abgesetzt. Der See liegt umrahmt von Felsen noch gerade so unter der Baumgrenze auf 1635 Höhenmeter. Bei guter Sicht, aber leider bei dicker Bewölkung, erkunden wir den See. Viele Baumwurzeln, Felsen und Schwärme von Saiblingen finden wir in dem Gewässer. Einer aus der Gruppe findet ein Hirschgeweih mit immerhin 12 Enden. Bei Regenwetter werden wir dann wieder abgeholt. Habe das Glück, als Copilot mitzufliegen. Ein tolles, aber leider kurzes Erlebnis. Am Nachmittag geht es noch in eine urgemütliche Hütte. Bei reichlich Brotzeit lassen wir das Erlebte noch mal aufleben.

Am Sonntag geht es per Auto zum Steyrersee auf knappe 1450 Meter. Hier werden die letzten Meter zum See, immerhin 100 steile Höhenmeter, mit voller Tauchausrüstung zu Fuß zurück gelegt. Eine schweißtreibende und nicht ganz ungefährliche Angelegenheit. Auch ist die Sicht recht gut, nur leider fehlt das Sonnenlicht. Erst als wir unsere Ausrüstung zusammenpacken, lässt sich die Sonne blicken und gibt einen fantastischen Rundblick über die Felswände frei.

Wie auch im letzten Jahr hat das Organisationsteam Harald Hois und Gerald Kaper alles im Griff gehabt. Für uns Teilnehmer waren es wieder unvergessliche Stunden im Ennstal. Ein herzliches Dankeschön und mit der Drohung: wir kommen wieder, verabschieden wir uns. Und wie kann es anders sein - bei strahlendem Sonnenschein - den halten wir uns fürs nächste Jahr auf.