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Griechenland 2009

Griechenland 2009, Röhrenwurm

 

Griechenland 2009
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Tauchsafari
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Griechenland 2009

Nach ungewissen Monaten in der Arbeit können wir nun doch wieder einmal für vier Wochen nach Griechenland. Durch Kurzarbeit und Betriebsschließung müssen wir in der Hochsaison unseren Urlaub antreten. Aber egal, wir wollen die nächsten Wochen nichts von Krisen und sonstigen Hiobsbotschaften hören. Einfach nur in den Tag hinein leben, sich sportlich betätigen, Sonne und Meer einsaugen und uns der griechischen Gastfreundschaft erfreuen. Geplant ist wieder, ein paar Tauchbasen zu besuchen und neue Fleckchen in Griechenland zu suchen. Grob wollen wir Kalamitsi, Ephidaurus, Zakynthos und Kefalonia abfahren.

07.08.
Schon seit Tagen sind wir beschäftigt, unser Wohnmobil startklar zu machen, wir wollen am frühen Nachmittag los. Heute werden noch alle Wertsachen und die Räder verstaut. Gestern hat sich Joe noch angekündigt, er möchte mir eine Nikonos abkaufen. Er benötigt die Kamera zur Dokumentation einer Bibergeschichte. Er hat vor Wochen einen jungen Biber zur Aufzucht bekommen. Ich vergesse fast die Zeit, so spannend ist seine Geschichte. Aber es hilft nichts, denn wir wollen heute noch weit in Richtung Ancona kommen, denn es ist zu befürchten, dass  morgen sehr viel auf der Autobahn los sein wird. Um halb fünf drehe ich den Zündschlüssel unserer fahrbaren Behausung der nächsten Tage um. Endlich Urlaub!!!
Wir kommen gut voran, um elf Uhr sind wir auf der Höhe des Gardasees. Dort suchen wir eine passende Schlafgelegenheit. Es ist sehr warm. Nach einem gemütlichen Bierchen verdrücken wir uns im Baumhaus (so nennen wir unser Bett im Alkoven).
08.08.
Um fünf Uhr rasselt der Wecker, Kaffekochen, etwas frisch machen und weiter geht es in Richtung Süden. Über Modena geht es flott weiter. Erst nach Bologna wird der Verkehr stärker und die ersten Staus lassen das Fortkommen zäher werden. Hier übernimmt Linda das Steuer, während dessen halte ich meinen Schönheitsschlaf. Kurz vor Ancona werde ich wieder wach, als Kerstin aufgeregt gestikuliert - sie wurde von einer Biene gestochen, die sich ins Fahrerhaus verirrte. Es ist sehr heiß, als wir die Autobahnabfahrt nehmen. Vor Ancona kündigen große Schilder den neuen Check In für die Fähren an. Als wir unsere Tickets suchen, finden wir nur die Tickets für die Rückfahrt, „macht ja nix“ denke ich mir, wir haben ja die Buchungsbestätigung des Reisebüros. Doch die Dame hinter dem Schalter möchte die verdammten Tickets sehen. Sie gibt uns den Rat, im Reisebüro anzurufen. Hoffentlich treffen wir da noch jemanden an um 15:oo Uhr Samstag Nachmittag. Nervös wähle ich die Nummer, es klingelt am anderen Ende einmal, zweimal, dreimal, vier… aaaaaahhh es hebt jemand ab. Kurz schildern wir das Problem und werden an den Chef weiterverbunden, der bittet um 10 Minuten Zeit. Dann können wir die neuen Tickets am Schalter abholen. Und wirklich - es klappt! Nach dieser Aufregung fahren wir zum Gate. Die Fähre von Minoan Lines liegt schon da. Pünktlich beginnt  die Verladung. Wir bekommen leider keinen Fensterplatz. Aber was soll's, wir sind an Deck. Jetzt kann uns nichts mehr aufhalten. Nach einem Rundgang an Deck gehen wir bald ins Bett.
09.08.
Wieder weckt uns der Wecker und bald kommt auch schon die Durchsage, dass wir in wenigen Minuten im Hafen von Igoumenitsa einfahren. Pünktlich fahren wir von der Fähre. Als Erstes suchen wir eine Tankstelle. Die Spritpreise sind ähnlich wie bei uns in Deutschland. Heute wollen wir in das Bergdorf Lia. In dem Bergdorf formierten sich die Partisanengruppen, die im 2. Weltkrieg gegen die Deutschen kämpften. Nach Kriegsende kämpften die Partisanen gegen die regulären Regierungstruppen. Von dem Leben, den Grausamkeiten und dem Leid der Bewohner wird in dem Buch „Eleni“ von Nicolas Gages geschrieben. Er, der in Lia aufwuchs, recherchierte die damalige Zeit und schrieb sein Buch. Das Buch beschreibt das Leben seiner Mutter Eleni. Ein zu empfehlendes Buch für jemanden, der etwas Geschichte der neueren Zeit aus Griechenland erfahren möchte.
Nach langer Kurverei  kommen wir in dem Bergdorf an. Am Ortsbeginn lassen wir das Wohnmobil stehen und gehen bergauf durch das Dorf. Schwarze Wolken am Himmel bedeuten nichts Gutes und bald fängt es zum Tröpfeln an. An der Kirche stellen wir uns unter. Ein älterer Grieche sieht das Buch von Eleni und erklärt uns, wo die eingezeichneten Häuser stehen. Neben der Kirche ist gleich die Polizeistation, dort sitzen Polizisten mit einem Schwarzen. Auf Englisch wird die Unterhaltung geführt, ein paar Brocken bekommen wir mit: Der Schwarze kommt aus Libyen, ist mit einem Peopleboat in Italien gestrandet, dort aufgegriffen und nach Griechenland abgeschoben worden. Nun möchte er wieder in seine Heimat zurück. Als es fester zu regnen beginnt, gehen wir zum Wohnmobil zurück. Wird dieses Jahr wohl wieder nix mit der Besichtigung des Dorfes. Vor dem Abfahren wollen wir noch an einer Quelle unser Trinkwasser auffüllen. Mit den leeren Flaschen gehen wir etwas zurück, dies sieht ein Grieche, der uns gleich anbietet, die Quelle in seinem Garten zu nutzen. Wir unterhalten uns etwas und kehren zum Wohnmobil zurück. Gerade wollen wir starten, als ein Auto mit deutschem Kennzeichen vorbeifährt, wir grüßen - unser Gegenüber kurbelt sein Fenster runter. Wir ratschen mit dem Fahrer, der hier aufwuchs, nun in Deutschland lebt und seinen Vater aus dem Kafenion abholen möchte. Die Unterhaltung dauert gute zehn Minuten und wir erfahren viele weitere interessante Sachen. Doch dann wollen wir weiter. Da es nun schon spät ist und rundherum schwarze Wolken in den Bergen stehen, steuern wir den Campingplatz in Ioanina an. Dort erfahren wir, dass es in den Bergen Richtung Thessaloniki ein starkes Unwetter hat.
10.08.
Nach einem gemütlichen Frühstück packen wir zusammen und kurze Zeit später sind wir auf der Autobahn nach Thessaloniki. Was hier in die Berge und Schluchten gebaut wurde, ist gigantisch, wir sind fasziniert von dieser Strecke, laufend gibt es eine fantastische Bergwelt zu bestaunen. Durch etliche Tunnel verläuft diese Trasse inmitten der wildromantischen Landschaften. Verkehrsschilder warnen vor freilebenden Bären in der Gegend. Einige Tage vor Urlaubsbeginn lasen wir in der Tagespresse von sechs Unfällen mit Bären.
Schnell kommen wir vorwärts und bald ist Thessaloniki in Sicht. An einem Obststand kaufen wir ein. Beim Lidl bleiben wir stehen und decken uns für die Tage in Kalamitsi mit Proviant ein. Und tanken müssen wir auch, bei einem Dieselpreis von 90 Cent macht es schon fast Spaß. Auf Sithonia angekommen mache ich noch einige Fotos mit Küstenlandschaft und Womo. Die Fotos brauche ich für die Reportage für ein Tauchmagazin.
11.08.
Zu Mittag schwinge ich mich aufs Bike. In Kiaretsi fahre ich die angelegten Schotterstraßen, Wege, Treppen und Trails ab. In dem gut 20 Quadratkilometer großen Areal  mache ich einige Fotos. Am Nachmittag fahre ich mit Linda dann noch mal los. Als wir an Manfred‘s Haus vorbei kommen erkennt und sofort Anthionissos - er lädt uns für den nächsten Tag zu einem Schwätzchen ein.
12.08.
Ein wolkenverhangener Himmel weckt uns. Schwarze Wolken stehen im Landesinneren, die nichts Gutes bedeuten. Am Vormittag geht’s zum Tauchen am Tower. Kurz nachdem wir zurück sind, zieht ein kräftiges Gewitter über uns hinweg. Der Regen hält bis drei Uhr Nachmittag, eigentlich zu der Zeit, wo wir mit Anthionissos besuchen wollen. Linda und Kerstin sind am Vormittag mit dem Bus nach Sarti zum Shoppen gefahren.
15.08.
Heute ist der griechische Feiertag überhaupt. Zum einen wird der Namenstag von Panagiotto gefeiert und die griechische Orthodoxe Kirche feiert Maria. Es herrscht Ausnahmezustand. Ab Mittag werden die Grills befeuert, ganze Ziegen und das landestypische Kokoretzki drehen sich am Spieß, Kotelets liegen auf dem Grill, die Luft ist vom Holzkohlenrauch erfüllt. Überall wird gesungen und getanzt. Den ganzen Tag bin ich beschäftigt, Fotos und Text für die Reportage zusammen zu stellen. Am Abend gehen wir zu Zanos zum Essen. Ein kurzer Spaziergang beendet den arbeitsintensiven Urlaubstag. Als wir zu Bett gehen, werden wir von griechischer Folklore in den Schlaf gesungen. 
16.08.
Heute heißt es Abschied nehmen von unserer Großen. Nach dem Frühstück fahren wir Kerstin zum Flughafen nach Thessaloniki. Es ist gut heiß, im Womo haben wir 40 Grad. Viel zu früh sind wir am Flughafen, wir warten gute zwei Stunden, bis Kerstin einchecken kann. Dann kommt der Abschied, war eine schöne Woche mit unserem „Giftzwergerl“. Auch wenn der Abschied schwer fällt, sind wir froh, wieder in Richtung Kalamitsi zu fahren. Auf der Autobahn nach Thessaloniki überholen uns drei Mofas, nach meinem Tacho fahren wir 100 km/h - die haben bestimmt 120 drauf. Am Abend heize ich den Grill an. Nach dem Strandspaziergang sitzen wir mit Vasili und Sylvia  zusammen. Vasili erzählt von den problematischen Monaten nach dem Tod von Makis, seinem Vater, und der Ungewissheit, wie es mit der Tauchbasis weiter geht.
17.08.
Heute ist mal wieder ein Tag, der schnell vergangen ist. Am Vormittag waren wir am Nemesis zum Tauchen und am Nachmittag waren Linda und ich am Hausriff tauchen. Macht sich schon ganz gut - sehr ruhig liegt der OWD`ler im Wasser. Am Abend gibt es Spagetti,  dann schreib ich an diesem Bericht. Linda aktualisiert unser Womo-Tagebuch. So richtig wollen wir mal wieder nicht weg von Kalamitsi.
22.08.
So lange wie noch nie waren wir in diesem Jahr in Kalamitsi. Es ist immer wieder schwer, Abschied zu nehmen. Unser Ziel ist es, bis Kilini zu fahren. Für die Reportage in der Zeitschrift Tauchen brauche ich noch paar Fotos. Deshalb sind wir nach dem Abschied den kompletten Vormittag damit beschäftigt.  Es ist schon sehr spät, als wir in Thesaloniki die Umgehungsautobahn erreichen. Es ist sehr heiß. Die Sonne wird schon merklich schwach, als wir ins Tempital kommen. Kurz entschlossen fahren wir von der Autobahn ab und finden weit ab der Touristenpfade einen Campingplatz in Stomi. Hier stehen wir unter griechischen Dauercampern. Ein nettes Flair und unser Womo wird bestaunt. Mit Händen und Füßen unterhalten wir uns mit den Leuten. Hier müssen wir wieder vorbei kommen. Auch der Ort hat uns gut gefallen, der feine Sandstrand ist auch sehr schön.
23.08.
Doch wir wollen unbedingt mindestens eine Nacht bei Nakos bleiben, deshalb entscheiden  wir uns, heute weiter zu fahren. Wieder ist es ein heißer Tag. An einem Rastplatz erfrischen wir uns. Über Delphi und die Brücke nach Rio erreichen wir die Peleponnes. Unsere Vorfreude wächst, aber umso größer ist die Enttäuschung, als wir auf den Strand beim Nakos fahren, der Platz ist voll Wohnmobile, die Taverne von Nakos ist verschwunden. Dort wo bis im letzten Jahr die gemütliche Taverne stand, ist nun eine nüchterne Kantina. Der alte Mercedes von Nakos steht abseits verstaubt, die Seitenfenster sind eingeschlagen. Niemand kann uns sagen, was mit ihm passiert ist. Enttäuscht fahren wir weiter und versuchen noch, eine Fähre nach Zakynthos zu bekommen. Wir haben Glück. Mit der letzten Fähre kommen wir auf der Insel an. Hier ist auf der Hauptstraße ein Volksfest. Konzentriert schleusen wir unser Womo durch die Menschenmassen. Um 22.30 Uhr erreichen wir den Campingplatz Tartaruga.
24.08.
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bike zur Tauchbasis in Keribeach. Dort melde ich mich zum Tauchen an. Sonst vertrödeln wir den ganzen Tag.
25.08.
Um 7.30 Uhr schrillt der Wecker zu ungewohnter Zeit, zumindest im Urlaub, ist aber notwendig, denn ich werde von Dennis abgeholt. Möchte paar Tauchgänge hier auf Zakynthos machen. An der Basis begrüßt mich Hans, mit ihm tauchte ich im letzten Jahr schon. Alles Tauchgerödel wird im Haifischshuttle verstaut, der die Sachen zum Hafen bringt. Wir müssen den Weg zu Fuß zurücklegen. Wir fahren zur Südspitze der Insel Maratonissi (Schildkröte). Ein Easytauchgang mit maximal 20 Meter Tiefe steht bevor. Sehr gemütlich, nur leider wählte ich das falsche Objektiv, viele kleine Lebewesen im Macrobereich gibt es zu sehen. Auch beobachten uns mit großem Abstand ein paar große und kleine Zackenbarsche. Zurück an der Basis wartet Linda schon auf uns. Bald sind alle Ausrüstungsteile gespült und Lotte bringt mich zum Campingplatz. Linda ist mit dem Rad vorgefahren und fährt sich einen Platten. Den flicken wir am Nachmittag.
26.08.
Pünktlich um 9:15 Uhr werde ich am Campingplatz von Lotte abgeholt. An der Basis wird das Tauchzeug l in die Kisten gepackt. Und dann geht es zum Hafen. Fahren an der Küste von Zakynthos zum Südriff. Im 8m-Bereich fällt der Anker. Die Unterwasserlandschaft präsentiert sich mit kleinen und großen Felsbrocken, die auf einem weitläufigen Plateau verstreut liegen.  Das Wasser ist sehr klar. Wir tauchen an der Kante des Plateaus entlang bis zur südwestlichen Spitze. Dort lassen wir uns bis 35 Meter tief fallen. Auch heute bin ich mit Spiro und Norbert unterwegs. Spiro ist ein Grieche aus Athen, der paar Tage Urlaub auf Zakynthos macht. Einige Jahre arbeitete er in Deutschland.
27.08.
Auch heute gehe ich noch mal zum Tauchen. Mit Dennis geht’s zu der Schwefelhöhle. Im 30m-Bereich befindet sich versteckt ein kleiner Eingang in eine Höhle, die nach etwa 20 Metern einen Knick macht, von dort sieht man den Ausgang. In der Höhle sind tausende Glasgarnelen. Zum Austauchen bietet sich die Schwefelhöhle im 10m-Bereich an. Beim Abendessen genießen wir den Sonnenuntergang am Campingplatz.
28.08.
Um sieben Uhr werden wir geweckt. Etwas wehmütig und ohne Frühstück fahren wir zur Fähre. In Alikes verfransen wir uns, dass wir schon denken, wir schaffen die Fähre nach Kefalonia  wieder nicht. Nach ein paar Runden finden wir die Hauptstraße wieder. Die Fähre ist noch nicht da, es ist schon gut warm. Im Hafen warten paar Autos, wir reihen uns ein. Die Tickets kaufen wir von einem Griechen, der mit einem alten schwarzen Mercedes 200 vor der mittlerweile angelegten Fähre steht. Am Beifahrersitz hat er einen alten Koffer, in dem die Euroscheine aufgehäuft liegen. Die Überfahrt ist ohne Probleme. Angekommen auf Kefalonia, entscheiden wir uns für die Umrundung der Südspitze. Unterwegs machen wir an ein paar Stränden halt, dort gehen wir baden. Am Nachmittag erreichen wir den Campingplatz in Kavalimilos, ein sehr gepflegter aber unpersönlicher Campingplatz. Doch wir sind von der Fahrt kaputt und schmeißen uns ins Meer zur Abkühlung. Nach dem Abendessen machen wir einen Verdauungsspaziergang nach Sami. Der Ort ist ganz nett. Beim Zurückgehen fällt uns ein Grieche auf, der vor seinem Haus sitzt. Der hat einen Bauch, als hätte er einen Medizinball verschluckt. In einem Fotogeschäft sehen wir ein Foto von einem Bartenwahl, der vor der Küste Kefalonia geschossen wurde. Bald sind wir im Bett.
29.08.
Nach dem Frühstück setzen wir uns aufs Bike, um die Umgebung und die Basis zu erkunden. In Agia Efimia ist die Basis von Aquatic World von Vasilis. Dort mache ich für den nächsten Tag einen Tauchgang aus. Leider gibt es keinen Transfer vom Campingplatz. Beim Rückweg fahren wir bei der Höhle von Melissani vorbei. Vor vielen Jahren ist die Decke der Höhle eingebrochen. Seither scheint die Sonne auf den See. Ein farbenfrohes Schauspiel in allen möglichen Blautönen. Für sieben Euro werden wir vom Gondoliere in fünf Minuten durch das glasklare Wasser in eine kleine Höhle gerudert und wieder zurück zum Anlegeplatz gebracht. Die wenigen Sprüche und der Eindruck der Höhle sind die Euros nicht wert. Am Platz zurück fahre ich noch mal los, und bring einen Teil der Tauchausrüstung zur Basis. Am Abend grillen wir und machen einen Verdauungsspaziergang. Im Hafen setzen wir uns und lauschen dem Wellenspiel. Wir gehen noch mal zu dem Fotogeschäft mit dem Bild von dem Bartenwal, der am 28.05.2008 im Hafen von Sami verladen wurde. Unterwegs hockt wieder der Grieche mit dem Kugelbauch, er  sitzt vor seinem Haus und schimpft, so scheint es über die Touristen, als ich ihn mit einem Yassas grüße ist er sofort still, seine Frau grüßt zurück. Am Womo zurück schreibe ich mal wieder paar Zeilen am Bericht.
30.08.
Der Wecker klingelt uns um 7.30 Uhr raus. Nach einem kurzen Frühstück sattle ich das Mountainbike und fahre nach Agia Efimia. Unser Tauchgang geht zur gegenüberliegenden Insel Ithaka. Sofort fällt die, wie in Zakynthos auch, super Sicht auf. Sonst hat das Riff nicht viel zu bieten. In der Gruppe zu tauchen lässt wenig Zeit zum Fotografieren. Zurück auf der Basis unterhalte ich mich mit zwei jungen Deutschen - nach den Namen habe ich leider nicht gefragt, die seit sechs Wochen beruflich auf Kefalonia für die Firma Enercom unterwegs sind. Enercom installiert Windräder. Ich unterhalte mich lange mit den beiden. Dann mach ich mich mit dem Bike auf den Weg zum Campingplatz. Am späten Nachmittag fahre ich nochmal zur Basis und hole die restlichen Sachen.
31.08.
Heute machen wir noch eine Biketour zum Kloster Argrilion, Linda fährt nicht ganz mit, oben hat man eine traumhafte Sicht auf die Küste von Kefalonia. Weit unterhalb zeigt sich ein schöner Strand, den möchte ich noch besuchen. Davor fahre ich aber noch zu den Ruinen der alten Festung von Sami. Ein großes Schild dankt für die großzügige Unterstützung der EU-Gelder von 1,5 Millionen Euro für die Ausgrabungen. Ich werde den Gedanke nicht los, ob sich nicht ein Grieche die pompöse Villa die ich unterwegs gesehen habe, mit einem Teil der Euros gebaut hat. Danach fahre ich auf gut ausgebauter Straße zu dem Strand.
01.09.
Heute packen wir zusammen, wollen weiter die Insel erkunden. Die Küste gibt immer wieder Blicke auf Traumstrände frei. Im nördlichen Teil finden wir einen langgezogenen Strand mit Taverne. Wir fragen, ob wir mit dem Womo stehen bleiben dürfen. Am Abend gehen wir dort zum Essen. Eine sehr gute Fischsuppe lass ich mir 12 Euro kosten. Am Abend sind wir alleine am Strand.
02.09.
Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem erfrischenden Bad fahren wir weiter zum Hafenort Fiskardo. Dort angekommen ist es sehr ruhig und beschaulich. Was sich blitzartig ändert, als erste Ausflugboote in den kleinen Naturhafen einfahren. Eine Schar von Ausflüglern spucken die Schiffe aus. Wir flüchten aus dem Ort und warten auf die Fähre nach Lefkas. Die zweistündige Überfahrt ist etwas wellig und langweilig. Wir machen uns sofort auf den Weg zum Campingplatz Sofas, wo wir am Abend ankommen. Nach großem Hallo finden wir einen Platz, es ist genug da. Als unsere Mägen knurren gehen wir zum Essen.
03. – 05.09.
Die ganze Fahrt am gestrigen Tag hatten wir immer einen unangenehmen Geruch um die Nase. Dem wollen wir nachgehen. Wir finden einen angeknabberten Tetrapak Milch. Erst glauben wir, dass ein scharfer Gegenstand die Milchpackung beschädigt hat. Doch angebissene Kekse lassen uns befürchten, dass wir einen blinden Passagier haben. In Perdika versuchen wir, eine Mausefalle zu bekommen. Doch das ist nicht so einfach. Zum Schluss bekommen wir eine klebrige Paste, die wir auf einem Pappdeckel schmieren sollen, in die Mitte einen Köder legen. Doch die Maus fällt nicht auf unsere Falle rein. Am Campingplatz haben wir eine Wespenplage. Mit dem Bike fahre ich noch einige Kilometer ab.
Am 05.09. um 23:30 Uhr geht unsere Fähre von Igoumenitsa. Der Kreis hat sich für diesen Urlaub wieder geschlossen. Von Ancona aus geht es nach Hause.
Ein Megastau stellt uns noch auf eine Geduldsprobe. Wieder sind schöne Urlaubstage zu schnell vergangen und lange denken wir an die tollen Tage in Griechenland.