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Blindsee

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Blindsee

Traumhaft eingerahmt in den Tiroler Alpen liegt auf halbem Weg über den Fernpass der Blindsee. Der Bergsee liegt auf einer Meereshöhe von 1093 m. Meist gute bis sehr gute Sichtweiten geben dem See den gewissen Reiz. Doch nach der Schneeschmelze kann auch das Gewässer seinem Namen alle Ehre machen. Der Blindsee gehört zum Erlebnishotel „Mohr life Resort“ in Leermoos. Dort oder im gegenüberliegenden Cafe kann man sich die notwendige Tauchgenehmigung ausstellen lassen. Da pro Tag begrenzt Tagesgenehmigungen ausgestellt werden, ist es notwendig, ein paar Tage vor dem geplanten Tauchtag anzurufen. Tauchgenehmigungen sind im Übernachtungspreis im Hotel „Mohr life Resort“ enthalten. Sonst kostet die Tageskarte 12,50 Euro, ein stolzer Preis, der sich aber lohnt. Der Blindsee liegt in einem Naturschutzgebiet, über eine schmale, geteerte Privatstraße erreicht man den großen Parkplatz am See.

Im Februar 1984 schob eine riesige Schneelawine den Tannenwald aus der Felswand, die gegenüber dem Parkplatz liegt. Seither liegen wie Mikadostäbchen die Baumstämme kreuz und quer am Seegrund. Dort haben Zander ihr Revier. Einige Jahre nach dem Unglück war nicht ganz sicher, ob überhaupt der See überleben kann. Denn wegen der enormen Erdmassen, die die Schneelawine in den See einbrachte, drohte das Gewässer biologisch zu kippen.

Zur Ausbildung können drei Plattformen in verschiedenen Tiefen genützt werden. Fotografisch ist gerade der seichte Bereich in der Bucht zu empfehlen. Baumwurzeln, grüner Pflanzenteppich und ein Schwarm Schleien geben tolle Fotomotive. Taucht man an dem versunkenen Wald rechter Hand vorbei, kommt man an eine kleine Wand. Dort liegt mit etwa 25 Metern (je nach Wasserstand) der tiefste Punkt der grünen Perle. In den letzten Jahren ist auch zu beobachten, dass sich die seltenen Elritzen wieder vermehren, was auch eine positive Aussage zur Wasserqualität gibt. Weitere Seebewohner sind Renken, Regenbogen- und Bachforellen.

Auch wird immer wieder von einem versunkenen Panzer im See gesprochen, der - wenn überhaupt - liegt im vorderen Teil des Sees, der nur mit einem beschwerlichen Fußmarsch erreichbar ist.

Leider gibt es keine Sanitäranlagen, was den umliegenden Wald zu einem „Tretminenverseuchten“ Gebiet macht. Hier sollten sich die Besitzer, Naturschutz hin und her, doch mittelfristig eine Lösung einfallen lassen, Möglichkeiten gibt es. Wir haben für uns in den letzten Jahren den Campingplatz in Biberwier gefunden. Von dort ist der See mit dem Auto oder einer kurzen Wanderung gut erreichbar.